Fett verbrennen ohne Muskeln zu verlieren

Fett verbrennen ohne Muskeln zu verlieren

Fett abbauen und Muskelmasse erhalten? Mit dem richtigen Training möglich!

Das wohl wichtigste Thema von Freizeitsportlern? Der Fettabbau. Es gibt zahlreiche Methoden, wie Sportler schnell und effektiv ihren Fettanteil verringern können. Vor allem im Internet findet man zahlreiche Ideen und Vorschläge, die jedoch - zu grossen Teilen - wenig zielführend sind. Wer wirklich effektiv und zielführend Fett abbauen möchte, ohne, dass er an Muskelmasse verliert, sollte sich an den Profis orientieren.

Das Geheimnis der Bodybuilder

Fett verlieren und gleichzeitig Muskelmasse behalten - ist das überhaupt möglich? Ja, es geht, wenn auch nur schwer. Grundlage eines dementsprechenden Vorhabens ist natürlich ein detaillierter Trainings- sowie Ernährungsplan und auch der Wille, das Konzept bis zum Ende durchzuziehen. Profis, wie Bodybuilder, wissen, welche Faktoren eine tragende Rolle spielen und auf was Sportler achten müssen, wenn sie im Training stehen. Das folgende Gerüst gibt Aufschluss darüber, wie eine effiziente Fettverbrennung möglich ist, ohne, dass am Ende Muskelmasse eingebüsst werden muss:

1. Der Plan

•    Makronährstoffe, das sind Proteine, Fett und Kohlenhydrate, werden auf das Körpergewicht abgestimmt
•    Bodybuilder trinken - pro Tag - mindestens einen Liter Wasser pro 20 Kilogramm ihres eigenen Körpergewichts
•    Ein Muskelabbau kann verhindert werden, wenn der Proteinkonsum hochgehalten wird
•    Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren sorgen für einen ausgeglichenen Hormonstoffwechsel und dienen dem Körper als Energiequelle
•    Carb-Cyclings nennt sich das Konzept im Rahmen der Kohlenhydrataufnahme, damit der Stoffwechsel angekurbelt wird
•    Die Diätdauer beträgt zwischen 12 und 16 Wochen
•    Das Krafttraining sollte weiterhin intensiv - wie im Rahmen der Massephase - durchgeführt werden
•    Damit der Stoffwechsel angeregt und weiterhin Fett verbrannt wird, hilft Cardio-Training
•    Die Fortschritte werden wöchentlich festgehalten, sodass der Athlet, wenn unerwünschte Entwicklungen auftreten, schnell reagieren und sein Programm umstellen kann
•    Die Regeneration steht an oberster Stelle
•    Nur sehr selten kommen Cheat-Meals zum Einsatz


Der wohl wichtigste Faktor, damit Erfolge beim Fettabbau verbucht werden, stellt der Plan dar. Zu beachten ist, dass der Fettabbau Zeit in Anspruch nimmt. Wer einen Plan erstellt, muss sich nicht nur penibel genau daran halten, sondern sollte auch die notwendige Geduld aufbringen, diesen bis zum gewünschten Erfolg auch durchzuziehen. Zu Beginn ist es ratsam, wenn die eigenen Ernährungsgewohnheiten hinterfragt werden; Ausschweifungen dürfen - im Rahmen des Plans - keinen Platz mehr im Speiseplan haben. Zu Beginn sollte daher eine Mahlzeitstruktur angepasst werden, sodass der Sportler lernt, regelmässige Mahlzeiten einzunehmen.

2. Der Proteinkonsum

 Damit beim Fettabbau nicht zu viel Muskelmasse verloren wird, sollte man auf den Proteinkonsum achten. Schlussendlich hilft der hohe Proteinkonsum dem Körper, dass er - im Bedarfsfall - nicht die Skelettmuskulatur angreift. Dabei liegt der Richtwert bei rund 2 Gramm Protein je Kilogramm Körpergewicht. Im Rahmen eines intensiven Trainings kann der Proteinkonsum auch 2,5 Gramm je Kilogramm betragen. Der enorm hohe Proteinkonsum kann zu Beginn schwer fallen, sollte aber, damit nicht die Muskelmasse angegriffen wird, unbedingt eingehalten werden. Wer bei jeder Mahlzeit ein wenig Protein hinzufügt und mitunter auch Proteinpräparate einnimmt, kann sich dabei helfen, die Umstellung leichter zu meistern.

3. Die Unterstützung des Trainings

Nahrungsergänzungsmittel helfen nicht nur den Gesamtbedarf der Proteine zu decken, sondern auch bei der Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Immer mehr Bodybuilder schwören auf die Aminosäuren aus Whey Protein, welche vor und auch nach dem Training eingenommen werden können. Vor allem nach der Trainingseinheit ist es ratsam, sich mit Post-Workout-Shakes zu belohnen. Die darin enthaltenen Nährstoffe gelangen schnell in das Blut und können somit sofort die erforderlichen Regenerationsprozesse einleiten. Vorgänge, die vor allem im Rahmen der Diät von enormer Wichtigkeit sind. Ein Shake, bestehend aus 0,5 Gramm Whey Protein je Kilogramm, wirkt wahre Wunder.

4. Die Fettzufuhr

Vor wenigen Jahren waren noch viele Teile der Fitness-Community der Meinung, der reduzierte Fettkonsum sei der Schlüssel zum erfolgreichen Trainingserfolg. Doch heute ist man anderer Meinung; vor allem im Rahmen der kalorienreduzierten Diät ist Fett nicht das "Böse", sondern mitunter jener Part, der den Körper mit Nährstoffen versorgt, damit der Organismus im Gleichgewicht bleibt. Zu beachten ist auch, dass der Körper seinen Fettabbau reduziert, wenn er zu wenig Fett erhält. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass - je Kilogramm - ein Gramm Fett aufgenommen wird. Vorwiegend sollte es sich dabei aber um die gesunden Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren handeln.

5. Die Qualität

Kohlenhydrate stehen immer im Vordergrund einer Diät, da sie - angesichts der vorgeschriebenen Fett- und Proteinzufuhr - sehr variabel eingesetzt werden können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kohlenhydrate komplexer Natur aufgenommen werden. Weissmehlprodukte und raffinierter Zucker werden vom Speiseplan verbannt, dafür können Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln oder auch Naturreis gegessen werden. Komplexe und langkettige Kohlenhydrate garantieren etwa einen stabilen Blutzuckerspiegel, sodass Heisshungerattacken vermieden werden.

6. Das Carb-Cycling-Prinzip

Es ist mitunter nicht einfach, auf Kohlenhydrate zu verzichten. Die Gründe sind vielfältig. Einerseits schmecken sie, andererseits ist der Mensch gewohnt, Kohlenhydrate zu verzehren - etwa als Speisenbeilage. Mit dem Carb-Cycling haben Sportwissenschaftler aber eine Lösung des Problems gefunden. Bei Carb-Cycling spricht man von einer variablen Kohlenhydrataufnahme, die täglich erfolgt, sodass an Trainingstagen mehr Kohlenhydrate und am einem "Rest-Day" weniger Kohlenhydrate aufgenommen werden. So werden am Trainingstag rund 2 Gramm Kohlenhydrate je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen, während der Konsum auf dem darauffolgenden Tag um 1 Gramm pro Kilogramm des Körpergewichts reduziert wird. Der durchaus positive Nebeneffekt an dem Prinzip ist, dass der Organismus erst gar nicht an eine bestimmte Energiezufuhr gewöhnt werden kann, sodass der Stoffwechsel weiterhin auf Trab ist und somit die energetische Anpassungsreaktion entfällt.

7. Die Cheat-Meals

 Auch wenn man von Cheat-Meal spricht, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass hier ein Freifahrtschein ausgestellt wird, um sich damit vollzustopfen. Schlussendlich kann man sich durch ein "Überfressen" den Erfolg relativ schnell zerstören. Das Cheat-Meal, das ruhig einmal pro Woche gegessen werden kann, sollte definitiv nicht dafür sorgen, dass die Energiebilanz gesprengt wird. Burger mit Pommes ja, jedoch nur dann, wenn auch die restliche Ernährung des Tages angepasst wird, sodass die Energiebilanz in der Norm bleibt.

8. Disziplin

Disziplin gehört nicht nur einfach dazu, sondern ist auch gleichzeitig einer der wichtigsten Faktoren, damit am Ende auch der Erfolg sichtbar wird. Nur dann, wenn man diszipliniert ist, kann man auch das Trainings- und Ernährungsprogramm, das sich sehr wohl über eine längere Zeitdauer erstreckt, durchstehen. Wichtig ist, dass auch immer wieder Zwischenziele eingebaut werden, bevor das endgültige Ergebnis erreicht wird. Jene Zwischenziele sind es am Ende, die den ausschlaggebenden Faktor ausmachen können, das Training bis zum Ende durchzuziehen.

Der Ernährungsplan

Der folgende Ernährungsplan, basierend auf einen rund 100 Kilogramm schweren Kraftsportler, kann durchaus zur Hand genommen werden, wenn einerseits Fett abgebaut, die Muskelmasse aber erhalten werden soll. Das Prinzip basiert auf Low Carb an trainingsfreien Tagen und High Carb an Trainingstagen.

Der High Carb-Tag

 1. Mahlzeit: 50 Gramm Haferflocken, 2 Volleier, 2 Teelöffel Erdnussbutter, 5 Eiklar
 2. Mahlzeit: 200 Gramm Fisch oder Putenfleisch mit Salat, 2 Teelöffel Salatdressing (Öl-Basis), 30 Gramm Nüsse, 75 Gramm Vollkornreis
 1. Pre-Workout: 40 Gramm Whey Protein, 1 Apfel
 2. Pre-Workout: 40 Gramm Whey Protein, 1 Apfel
 3. Mahlzeit: 200 Gramm Fisch oder Putenfleisch, 200 Gramm grünes Gemüse, 100 Gramm Süsskartoffel

Der Low Carb-Tag

 1. Mahlzeit: 2 Teelöffel Erdnussbutter, 30 Gramm Haferflocken, 5 Eiklar, 2 Volleier
 2. Mahlzeit: 200 Gramm Putenfleisch oder Fisch mit Salat, 2 Teelöffel Salatdressing (Öl-Basis), 30 Gramm Nüsse, 50 Gramm Vollkornreis (gekocht)
 Pre-Workout: 40 Gramm Whey Protein, 1/2 Apfel
 Post-Workout: 40 Gramm Whey Protein, 1/2 Apfel
 3. Mahlzeit: 200 Gramm Putenfleisch oder Fisch, 200 Gramm grünes Gemüse
 

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